Franz Danzi Flötenquintette

In Schwetzingen im Jahr 1763 geboren und in Karlsruhe 1826 gestorben war Franz Danzi noch mit einem Bein in der Klassik mit dem anderen bereits in der Romantik angekommen.

Ursprünglich italienischer Herkunft war die Familie Danzi im Umfeld der Kurpfälzischen Hofkapelle zu Mannheim zu bedeutenden Musikern geworden. Später ging es zusammen mit dem Hof nach München. Franz Danzi war in erster Linie Cellist, zugleich aber wichtiger Komponist in vielen Genres. Später wurde Danzi erst Hofkapellmeister in Stuttgart und endlich in Karlsruhe.

Eine amutige und anspruchsvoll divertierende Kammermusik pflegte der Meister.
Vorzügliche Muster dafür sind besonders seine Flöten-Quintette.
Das in Freiburg i.Br. beheimatete Ardinghello Ensemble in Streichquartett-Besetzung mit zwei Violen und dem Flötisten Karl Kaiser hat nun für das Label für Kenner, nämlich CPO, drei von Danzis Flöten-Quintetten eingespielt.

Eine Musik, die stilistisch irgendwo zwischen Mozart, Haydn und Beethoven und ja fast schon Schubert zu verorten ist.
Durchaus kunstvoll gesetzt sind die Stücke und dennoch gehen sie leicht ins Ohr.

In Es-Dur, h-moll und D-Dur bewegen sich die Haupttonarten. Alle Quintette sind fünfsätzig und beziehen Menuette mit ein, Ausdrucksvolle langsame Sätze lassen die Flöte singen wie eine Diva. Das Moll-Quintett hat eine langsame Einleitung, die dem Stück fast kammersinfonische Dimensionen verleihen.
Der Streicherton bei dem Ardinghello Ensemble atmet warm und die feinen Linien werden gekonnt nachgezeichnet.

Karl Kaiser ist für diese Musik der beste Interpret.
Eine Musik, die angenehm plaudert und unterhält für den Nachmittag oder eine Serenade bestens geeignet.
Wenn Sie einmal anderes Repertoire kennenlernen möchten wie meist im Konzert gespielt, sei dies eine echte Empfehlung.

Jean B. de Grammont

Gerne können Sie diesen Blog durch eine Spende unterstützen. Auf der Startseite finden Sie unten eine Bankverbindung.
Un grand merci!