Joseph Haydn Streichquartette op.33

Endlich erschien die zweite Folge der Haydn Quartette Opus 33 mit dem Chiaroscuro Quartett beim Label BIS.

Ich berichtete bereits über zwei verschiedene Aufnahmen dieser Quartette auf meinem Blog haute-culture-jdg.de, darunter auch die erste Folge dieses Quartetts.

Auf der neuen Scheibe folgen nun die
Quartette 4-6.

Das Chiaroscuro Quartett ist nun rein weiblich besetzt mit Alina Ibragimova erste Violine, Charlotte Saluste-Bridoux zweite Violine, sowie Emilie Hörnlund Viola und Claire Thirion
Violoncello.
Zur Geschichte dieser Quartette, die man russische Quartette nennt, habe ich bereits in den anderen Beiträgen gehandelt. Siehe unter dem Stichwort Haydn auf diesem Blog.

Wie bereits zuvor bei Mozart, Haydn und Beethoven (siehe unter diesen Komponisten die entsprechenden Beiträge), macht hier das Chiaroscuro Quartett wieder das Beste aus dieser Musik in historisch informierter Aufführungsweise.

Haydns Witz und kompositorische Meisterschaft feiern hier Triumphe.
Etwa im sprühenden Finale des B-Dur Quartets flirren die Saiten und die Pizzicati sehr tänzerisch.
Während es im Largo geradezu hymnisch atmet.

Im G-Dur Quartett feiert eine melancholische Weise im Largo cantabile ihre Melodienseligkeit in der ersten Violine. Das Scherzo hüpft mit Charme vornüber.

Das sprühende Vivace beglückt im D-Dur Quartett und im Andante ergreift tiefe Trauer. Während die übrigen Sätze wiederum Lebensfreude in kunstvollster Form feiern.

Es ist wahrlich eine Lust den vier Musikerinnen zu lauschen. Diese Quartett CD ist ein Must have für Connaisseure der Kammermusik.

Jean B. de Grammont

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