Punch eine Havanna Zigarre

Bilder Copyright beim Autor und bezüglich des Produkts beim Erzeuger.

 

Die Zigarre mit dem flotten Namen Punch geht bereits zurück auf das Jahr 1840 und wurde von Manuel Lopez gegründet. Später übernahm Fernando Palicio die Geschicke der Marke.
Der Name Punch bezieht sich auf ein englisches Satire Magazin des 19. Jahrhunderts und heißt nichts anderes wie Clown oder Kasper.
Das war damals eine geschickte Marketing Strategie insbesondere für englische Klientel. Dabei haben diese wirklich gut gemachten Zigarren nichts Clowneskes an sich, denn allein die rotgoldene Binde mit der Krone und den Verdienstmedaillen suggeriert eine gewisse Vornehmheit und Seriosität.

Selbstverständlich sind die Punch Zigarren hecho a mano, sorgfältig von Hand gewickelte Zigarren von erfahrenen Torcedores und mit besten Tabaken aus der Vuelta Abajo.
Es gefällt das Erscheinungsbild und die zart geäderten Deckblätter. Und bereits der leichtwürzige Kaltgeruch dieser feinen Zigarren verheisst echten Genuss.

Ich probierte gleich zwei Formate, einmal die Corona Variante und dann Robusto.

An zwei schönen Orten zum Zigarren-Genuss. Einmal an der Fontäne im Stadtgarten von Überlingen, der bekanntlich nach Fürstlich Fürstenbergischen Entwürfen  gestaltet wurde, und dann an der weltberühmten Lichtentaler Allee zu Baden-Baden auf einer Bank bei der Iwan Turgeniev Büste gegenüber vom legendären Brenners Park-Hotel.
Das es hier gerade eine Punch war, hat aber nichts mit einem gewesenen Vize-Direktor des Hotels zu tun, der mit Vornamen Caspar hieß.

Beide Formate gefallen mit ihren milden bis kräftigen Mokka und Café-Aromen mit nussigen bis süßen Anklängen. Überzeugen durch gleichmäßigen Abbrand und guten Zug und sind eine wirkliche Empfehlung. Preislich liegen die Punch leicht unter denen anderer Havanas.
Je gut eine Stunde Rauchgenuss hatte ich und musste höchstens drei Mal die Asche abstreifen.
Mir bleibt es unverständlich, weshalb die Marke Punch bei Zigarren Snobs nicht ankommt. Sie zählt mit zu den besten Havannas.

Jean B. de Grammont

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