Alec Breadly Zigarren

 

Unlängst probierte ich eine Sonderedition der feinen Alec Breadly Zigarren, aus der Serie Safe Keepings. Eine dunkle Maduro Robusto.

Alec Breadly, das ist eine amerikanische Erfolgs-Story. Der Zigarren Enthusiast Alan Rubin gründete 1996 diesen Brand, als in den USA ein regelrechter Zigarren-Boom einsetzte.
Produziert wird das Meiste in Honduras, die Tabak Blends kommen von dort und aus Nicaragua.
Es sind Premium-Zigarren, hand made of course und ideal für Liebhaber ausgewogener Nuancen.

Benannt hat Alan Rubin seine Marke nach seinen Söhnen Alec und Breadly.

Ich hatte einen schönen Platz gefunden für diese exklusive Zigarre mit leicht öligen gut gewickelten Deckblatt und interessant gestalteter Binde.
Eine Treppe mit Mondsichel unter einem gotischen Bogen und einem Schlüssel und einer Statue in Gold und Schwarz gehalten. Ich saß im Garten von Schloss Maurach, direkt am Bodensee und erfreute mich gut eine Stunde an feinen bisweilen leicht schokoladigen Röstnoten, dem guten Zug und gleichmäßigen Abbrand dieser Zigarre.
Leider tröpfelte es ein wenig und herbstliche Melancholie machte sich breit.
Aber der Café wärmte und die Zigarre gab Sinnlichkeit, so dass sich die Muse der Dichtkunst hinzugesellte. Womöglich war diese Muse eine nahe Verwandte von George Sand? Denn diese französische Dichterin mit sächsisch royalen und französisch aristokratischen Wurzeln hatte nicht allein aus emanzipatorischen Gründen eine Vorliebe für gute Zigarren, meist Havannas. Denn George Sand verstand etwas vom Genuss.
Gut möglich, dass ich George Sand als Zigarren-Liebhaberin einen meiner nächsten Beiträge widme. Also entstanden während des Zigarre Rauchens und in der schönen Umgebung folgende Verse, trotz einsetzender Nieselregen-Nässe.

Herbst -Elegie

Leise rieselt Dir Regen im Wind,
Eine Ahnung vom Welken,
Grauen Schleiern gleich ziehen Wolken
Über kräuselnde Wellen des Sees,

Und empor kringeln die Rauchwölkchen
meiner Zigarre Blätter perlenden hohen
Baumkronen entgegen,

Im Hofe des Gartens noch duften späte Rosen,
Und noch blaut Lavendel bei gekiesten Pfaden,
Es blassen die Astern im Winkel,
Verschleiert und von Wolken verhangen
Grüßen Gipfel ferner zackiger Alpen,
Möwen segeln über den Wassern,

Leise rauschen Blätter in Wipfeln,
Denn Herbst ist gekommen,
Wie duftet der Wein im Glas,
Wie schwellen reife Trauben im Weinberg,
Wie modert süße das Laub,
Und Wollust bereitet Dir selbst
Die Einsamkeit eines späten Nachmittags.

Jean B. de Grammont

Copyright der Fotos und Texte beim Verfasser.

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