Crémant Ladubay brut

Warum habe ich nicht schon früher über den Bouvet Ladubay geschrieben, einen Klassiker
unter den Crémants von der Loire aus Saumur?
Das Getränk für Könige und Schriftsteller der Tourraine vom Range eines Honoré de Balzac und für alle Menschen, die Freude am Genuss haben.

Dieser feine Crémant des Hauses Bouvet Ladubay war ein Liebling der Belle Époque und weist ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis auf. In vielen Supermärkten, bei Weinhändlern und beim Erzeuger ist dieser feine Schaumwein erhältlich.

Von der Eleganz und Charakteristik her, braucht sich eine Bouteille Ladubay nicht hinter Champagner zu verstecken.
Gegründet wurde das Haus vom jungen Etienne Bouvet und seiner Frau Célestine Ladubay um 1851.
Alles begann mit dem Erwerb eines Kreidekellers. Bouvet war ein Freund der Künste und Monsieur ließ sogar ein Theater bauen und nach dem Erfolg seiner Weinfirma zog Étienne Bouvet in sein Château St. Hilaire.
Das Wappen, das bis heute die Unterseite des Korkens ziert, brachte ein versiegelter Brief und es soll zugleich ein Geheimnis bergen. Philanthropisch engagiert ist man heute noch bei Bouvet Labuday und entsprechend fördert man bildende Künste und Kultur.

Wechselfälle der Geschichte brachten das Haus sehr viel später dann zur Familie Monmousseau, die es seit ein paar Jahren wieder betreibt. Monmousseau, das ist eine eigene Geschichte des Vin Mousseux auf die ich bei Gelegenheit gerne zurück komme.

Unlängst probierte ich in einem Schlossgarten, fast wie bei Dornröschen (in Frankreich sagt man viel poetischer la belle au bois dormant) in einem von Rosen umrankten Pavillon den Crémant Ladubay brut zu einem frugalen Picknick mit Lachs, Sushi, Thunfisch-Salat und ein wenig fromage zum Baguette.
Das helle Gelb des Crémants und seine feindosierte Perlage gefielen vom ersten Augenblick an.
Diese Cuvée aus Chenin blanc und Chardonnay zeigt Rafinesse und zarte Brioche-Noten, mit leichten Frucht-Akzenten mischen sie sich mit fast cremigem Charakter und angenehmer Leichtigkeit.
Die Boulles bleiben lange erhalten. Nachgekühlt habe ich den Crémant immer wieder in einem quellgespeisten Brunnen des Parks.
Es ist eine gute Gelegenheit französische Lebensart zu celebrieren, ohne die Kasse allzusehr zu belasten. Lassen Sie sich gerne von der duftigen Brillanz dieses Crémants verführen.

Jean B. de Grammont